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Zentrale KI-Plattformen

Eine KI-Plattform für alle – statt vieler einzelner Konten

Eine zentrale KI-Plattform bündelt, was sonst verstreut ist: Anmeldung, Modelle, gemeinsame Assistenten, Wissensquellen, Regeln und Kosten. Diese Seite zeigt, welche Anforderungen zählen, welche Plattformtypen es gibt und – am Beispiel Langdock – wie das konkret aussehen kann.

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Grundsatz

Eine Plattform ersetzt keine Strategie. Aber sie macht Regeln durchsetzbar: wer sich anmeldet, welche Modelle es gibt, was geteilt wird und was es kostet.

Anforderungen

Zehn Anforderungen an eine zentrale KI-Plattform

Wählen Sie eine Anforderung: Sie sehen, welche Fragen Sie jeder Plattform stellen sollten und wo typische Stolpersteine liegen. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge – was zählt, hängt von Ihren Anwendungsfällen ab.

Anmeldung und Benutzerverwaltung

Mitarbeitende melden sich mit dem Unternehmenskonto an; Konten entstehen und verschwinden mit dem Verzeichnis.

Fragen an jede Plattform

  • Single Sign-on mit dem vorhandenen Identitätsdienst?
  • Automatische Bereitstellung und Sperre (z. B. SCIM)?
  • Anmeldung nur mit Unternehmensdomäne?

Typische Stolpersteine

  • Konten ausgeschiedener Mitarbeitender bleiben aktiv
  • Parallel genutzte private Konten

Hängt zusammen mit

Alle Bereiche als Text
  1. Anmeldung und Benutzerverwaltung – Mitarbeitende melden sich mit dem Unternehmenskonto an; Konten entstehen und verschwinden mit dem Verzeichnis. Maßnahmen: Single Sign-on mit dem vorhandenen Identitätsdienst?; Automatische Bereitstellung und Sperre (z. B. SCIM)?; Anmeldung nur mit Unternehmensdomäne?. Risiken: Konten ausgeschiedener Mitarbeitender bleiben aktiv; Parallel genutzte private Konten.
  2. Rollen und Berechtigungen – Unterschiedliche Rechte für Nutzende, Key User und Administration – idealerweise über Gruppen aus dem Verzeichnis. Maßnahmen: Feste und eigene Rollen?; Rechte für Gruppen vergeben?; Wer darf Assistenten erstellen und teilen?. Risiken: Alle sind Administratoren; Rechte werden einzeln vergeben und nicht gepflegt.
  3. Modellzugriff – Welche Sprachmodelle verfügbar sind, wer sie freischaltet und unter welchen Bedingungen sie Eingaben verarbeiten. Maßnahmen: Mehrere Modelle wählbar – und einzeln freischaltbar?; Eigene Verträge bzw. Schlüssel beim Modellanbieter möglich?; Verarbeitungsort und Speicherung je Modell dokumentiert?. Risiken: Neue Modelle erscheinen ohne Prüfung; Bedingungen unterscheiden sich je Modell.
  4. Team-Assistenten – Vorkonfigurierte Assistenten für wiederkehrende Aufgaben, die Teams teilen. Maßnahmen: Teilen mit Personen und Gruppen?; Übersicht über alle Assistenten und ihre Besitzer?; Nutzung auch in Teams oder anderen Kanälen?. Risiken: Viele ähnliche Assistenten ohne Pflege; Assistenten verlieren mit Austritten ihre Besitzer.
  5. Wissensquellen – Antworten aus eigenen Dokumenten – hochgeladen oder aus angebundenen Ablagen. Maßnahmen: Welche Quellen lassen sich anbinden?; Gelten die Berechtigungen der Quelle?; Wie aktuell bleiben die Inhalte?. Risiken: Zu weit gefasste Freigaben werden sichtbar; Veraltete Dokumente liefern falsche Antworten.
  6. Richtlinien und Governance – Die KI-Richtlinie in Einstellungen übersetzen und die Einhaltung im Blick behalten. Maßnahmen: Funktionen und Integrationen zentral freischalten?; Vertraulich gekennzeichnete Inhalte ausschließen?; Prüfung von Assistenten vor dem Teilen?. Risiken: Einstellungen weichen still von der Richtlinie ab; Governance-Funktionen sind vorhanden, aber nicht aktiviert.
  7. Datenschutz und Verarbeitung – Wo und unter welchen Bedingungen Daten verarbeitet werden – vertraglich und technisch. Maßnahmen: Vertrag zur Auftragsverarbeitung?; Werden Eingaben zum Training genutzt?; Verarbeitungsort und Unterauftragnehmer?. Risiken: Bedingungen je Tarif verschieden; Zusatzfunktionen (Websuche, Agents) mit eigenen Bedingungen.
  8. Kostenkontrolle – Lizenzkosten pro Person und verbrauchsabhängige Kosten für Modelle, Schnittstellen und Workflows. Maßnahmen: Limits für Unternehmen, Gruppen, Personen, Assistenten?; Auswertung der Kosten nach Nutzung?; Was passiert, wenn ein Limit erreicht ist?. Risiken: Verbrauchskosten werden erst mit der Rechnung sichtbar; Wichtige Assistenten fallen bei erreichten Limits aus.
  9. Integrationen – Anbindung an die Systeme, in denen gearbeitet wird – lesend oder auch handelnd. Maßnahmen: Welche Systeme sind angebunden – lesend, schreibend?; Einzelne Aktionen freischalten oder sperren?; Mit wessen Rechten greift die Integration zu?. Risiken: Breite Rechte für bequeme Anbindung; Aktionen ohne menschliche Bestätigung.
  10. Protokollierung und Nachvollziehbarkeit – Nachvollziehen, wer Einstellungen, Rollen oder Freigaben geändert hat, und Nutzung auswerten. Maßnahmen: Änderungsprotokoll für Administration?; Wie lange werden Protokolle aufbewahrt, lassen sie sich exportieren?; Welche Auswertungen sind personenbezogen?. Risiken: Protokolle laufen ab, bevor jemand nachsieht; Auswertungen ohne Abstimmung mit Datenschutz und Mitbestimmung.

Plattformtypen

Vier Plattformtypen – keine Rangfolge

Welche Art passt, hängt von vorhandenen Systemen, Anwendungsfällen und Anforderungen ab. Die Beispiele sind Beispiele, keine Empfehlung.

  1. Eigenständige KI-Plattform

    Eine Oberfläche für mehrere Modelle mit gemeinsamen Assistenten, Wissensquellen, Integrationen und zentraler Verwaltung – zum Beispiel Langdock.

    • Modellauswahl aus einer Hand
    • eigene Verwaltung neben Microsoft 365 oder Google Workspace
  2. KI in der Office-Umgebung

    KI direkt in den vertrauten Anwendungen und mit deren Berechtigungen – zum Beispiel Microsoft 365 Copilot.

    • arbeitet mit vorhandenen Inhalten und Rechten
    • an die Office-Umgebung gebunden
  3. Unternehmenstarif eines Modellanbieters

    Der Assistent eines Modellherstellers mit Verwaltung für Unternehmen.

    • direkter Zugang zu den Modellen dieses Anbieters
    • Bedingungen und Funktionen je Tarif prüfen
  4. Selbst betriebene Oberfläche

    Eine Open-Source-Oberfläche in der eigenen Umgebung – zum Beispiel Open WebUI, laut Dokumentation selbst gehostet und auch offline betreibbar.

    • volle Kontrolle über Betrieb und Daten
    • Betrieb, Absicherung und Aktualisierung liegen bei Ihnen

Beispiel

Konkret: Langdock

Langdock ist eine eigenständige KI-Plattform für Unternehmen. Am Beispiel ihrer öffentlichen Dokumentation lässt sich zeigen, wie die Anforderungen oben in einer Plattform umgesetzt sein können:

  • Anmeldung: Single Sign-on über SAML 2.0 (Doku) und automatische Bereitstellung über SCIM, unterstützt mit Microsoft Entra ID (Doku).
  • Rollen: Systemrollen Member, Editor und Admin, bis zu fünf eigene Rollen sowie Berechtigungen auf Gruppenebene (Doku).
  • Assistenten: Agenten für wiederkehrende Aufgaben, nutzbar in der Plattform, in Microsoft Teams und Slack sowie über eine Schnittstelle (Doku).
  • Integrationen: native Integrationen, MCP-Server und eigene Integrationen (Doku); Administratoren steuern, wer welche Integration und welche einzelne Aktion nutzen darf (Doku).
  • Vertraulichkeit: Microsoft-Purview-Vertraulichkeitsbezeichnungen lassen sich für SharePoint, OneDrive, Outlook, Teams und Excel zulassen oder blockieren (Doku).
  • Modelle und Kosten: Modellkosten entweder im Sitzpreis enthalten oder über eigene Schlüssel beim Modellanbieter („Bring Your Own Keys“, Doku); bei eigenen Schlüsseln monatliche Ausgabenlimits für Workspace, Personen und einzelne Agenten (Doku).
  • Governance und Protokoll: eine Governance-Ansicht zum Prüfen von Agenten mit eigenen Compliance-Regeln, standardmäßig deaktiviert (Doku); Audit-Logs mit 90 Tagen Aufbewahrung über eine Schnittstelle (Doku).

Die Angaben stammen aus der Herstellerdokumentation, abgerufen am 2. November 2026. Funktionen können je Tarif verschieden sein und sich ändern. Zu Datenschutz und Zertifikaten verweist Langdock auf Auftragsverarbeitungsvertrag und Trust Center (Doku) – prüfen Sie diese Unterlagen mit Ihren Datenschutzverantwortlichen.

Copilot und Plattform

Copilot, eine eigene Plattform – oder beides?

Microsoft 365 Copilot arbeitet mit den Inhalten aus Microsoft Graph, auf die die jeweilige Person Zugriff hat, und berücksichtigt Vertraulichkeitsbezeichnungen; Prompts und Antworten werden laut Microsoft nicht zum Training der Basismodelle verwendet (Microsoft Learn).

Eine eigenständige Plattform kann ergänzen, wenn mehrere Modelle, gemeinsame Assistenten über Systemgrenzen hinweg oder Integrationen außerhalb von Microsoft 365 gebraucht werden. Sie kann auch doppeln. Die Entscheidung hängt an den Anwendungsfällen – nicht am Werkzeug.

Vorgehen

Von der Auswahl zur eingeführten Plattform

  1. Anforderungen gewichten

    Anwendungsfälle sammeln, die zehn Anforderungen nach Bedeutung ordnen.

  2. Vorauswahl erproben

    Zwei bis drei Plattformen mit echten, unkritischen Aufgaben testen.

  3. Vertrag und Datenschutz prüfen

    Mit den Datenschutzverantwortlichen, vor dem Echtbetrieb.

  4. Einrichten

    Anmeldung, Rollen, Modelle, Integrationen und Richtlinien konfigurieren.

  5. Einführen und begleiten

    Pilot, Schulung, breite Einführung, regelmäßige Auswertung.

Leistung

Wie wir unterstützen

Als eigenständige Leistung buchbar – herstellerneutral.

  1. Auswahl begleiten

    Anforderungen klären, Plattformen gegenüberstellen, Tests mit Ihren Aufgaben vorbereiten.

  2. Einführen und konfigurieren

    Anmeldung, Rollen, Modelle, Integrationen und Einstellungen passend zu Ihrer Richtlinie.

  3. Assistenten und Wissensquellen

    Gemeinsame Assistenten mit den Fachbereichen aufbauen, Quellen sauber anbinden.

  4. Weiterentwickeln

    Nutzung auswerten, Assistenten pflegen, neue Anwendungsfälle aufnehmen, Teams schulen.

Häufige Fragen

Welche KI-Plattform ist die beste?

Eine allgemeine Rangfolge gibt es nicht. Es kommt darauf an, welche Anwendungsfälle Sie haben, welche Systeme bereits im Einsatz sind und welche Anforderungen an Datenschutz und Verwaltung gelten. Deshalb vergleichen wir anhand Ihrer Anforderungen und testen mit echten Aufgaben.

Brauchen wir eine Plattform, wenn wir schon Copilot haben?

Nicht unbedingt. Eine zusätzliche Plattform lohnt sich, wenn Copilot wichtige Anwendungsfälle nicht abdeckt – etwa mehrere Modelle oder Assistenten über Microsoft 365 hinaus. Mehr dazu im Abschnitt Copilot und Plattform.

Warum nennen Sie Langdock als Beispiel?

Weil eine konkrete Plattform anschaulicher zeigt, wie die Anforderungen umgesetzt sein können. Die Angaben stammen aus der öffentlichen Dokumentation des Herstellers. Das ist keine Empfehlung – wir vergleichen herstellerneutral.

Können Sie auch eine selbst betriebene Lösung einrichten?

Das klären wir im Einzelfall. Selbst betriebene Oberflächen verlangen dauerhaften Betrieb, Absicherung und Aktualisierung. Die Abwägung zeigt KI-Werkzeuge auswählen.

Sie suchen die passende KI-Plattform?

Wir vergleichen herstellerneutral und führen die Plattform bei Ihnen ein. Telefon 07131-618726-0.

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