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Privatkunden · Sicher online

Sicher online – ohne komplizierte Technik

Konten werden nicht nur durch raffinierte Technik übernommen, sondern auch durch schwache Passwörter und geschickte Täuschung. Mit wenigen Gewohnheiten schützen Sie sich und Ihre Familie deutlich besser.

Konten schützenBetrug erkennen

Die wichtigste Regel

Wer Sie unter Zeitdruck setzt, will Ihnen selten helfen.

Ob Bank, Paketdienst oder angeblicher IT-Support: Seriöse Absender lassen Ihnen Zeit, die Nachricht über einen eigenen Weg zu prüfen.

Konten & Passwörter

Fünf Gewohnheiten für sichere Konten

Nach den Empfehlungen des BSI zu sicheren Passwörtern und zur Zwei-Faktor-Authentisierung.

  1. Lange Passwörter

    Je länger, desto besser: mindestens 8 Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen – oder mindestens 25 Zeichen, etwa als Satz.

  2. Ein Passwort je Konto

    Wird ein mehrfach genutztes Passwort bekannt, sind alle Konten damit gefährdet.

  3. Passwortmanager

    Er merkt sich viele starke Passwörter; Sie selbst nur noch eines, das den Manager schützt.

  4. Zwei-Faktor-Anmeldung

    Einschalten, sobald ein Dienst sie anbietet – besonders bei E-Mail, Online-Banking, Einkaufen und sozialen Netzwerken.

  5. Passkeys

    Anmelden ohne Passwort, bestätigt per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Bei vertrauenswürdigen Anbietern eine gute Alternative.

Passwortmanager

Passwortmanager: Was Sie vor der Wahl wissen sollten

Ein Passwortmanager merkt sich viele starke Passwörter für Sie. Das BSI hält ihn weiterhin für ein wichtiges Werkzeug: Der Nutzen überwiegt deutlich, weil mehrfach verwendete und schwache Passwörter Betrügern die Arbeit leicht machen (BSI, Pressemitteilung vom 9. Dezember 2025).

Im Browser oder als eigenes Programm? Browser wie Chrome und Edge bieten einen eingebauten Passwortspeicher. Das ist bequem und besser als dasselbe Passwort überall. Das BSI weist aber darauf hin, dass Schadsoftware Zugangsdaten aus dem Browser relativ einfach auslesen kann (BSI: Passwort-Manager). Halten Sie Ihr Gerät deshalb aktuell und mit PIN, Fingerabdruck oder Gesicht gesperrt – egal, wofür Sie sich entscheiden.

Mit Cloud oder nur auf dem Gerät? Mit Cloud haben Sie Ihre Passwörter auf allen Geräten – und vertrauen sie einem Unternehmen an. In einer Untersuchung des BSI speicherten drei von zehn Passwortmanagern Passwörter so, dass der Hersteller theoretisch darauf zugreifen könnte. Das BSI rät, sich über Speicherort und Schutz beim Hersteller zu informieren und Updates zeitnah zu installieren. Namen nennen wir hier bewusst nicht.

Das Hauptpasswort ist der Schlüssel. Es sollte lang sein und nirgends sonst verwendet werden. Geht es verloren, sind im schlimmsten Fall alle gespeicherten Passwörter weg. Richten Sie deshalb gleich zu Beginn den Wiederherstellungsweg ein, den Ihr Programm anbietet, und schalten Sie – wenn möglich – einen zweiten Faktor ein.

Selbstcheck

Wie gut sind Ihre Konten geschützt? Acht kurze Fragen

Dauert etwa zwei Minuten. Am Ende sehen Sie, wo sich ein Handgriff am meisten lohnt.

Frage 1 von 8 · Zweiter FaktorIst bei Ihrem E-Mail-Konto die Zwei-Faktor-Anmeldung eingeschaltet?

Orientierung, keine Prüfung. Der Selbstcheck ersetzt keine Beratung. Ihre Antworten werden nur in Ihrem Browser ausgewertet – nicht gespeichert und nicht übertragen.

Alle Fragen als Text
  1. Ist bei Ihrem E-Mail-Konto die Zwei-Faktor-Anmeldung eingeschaltet? (Nein · Weiß ich nicht · Ja)
  2. Und bei Online-Banking, Einkaufen und sozialen Netzwerken? (Nirgends · Bei einigen · Überall, wo es angeboten wird)
  3. Hat jedes wichtige Konto sein eigenes Passwort? (Nein, ich nutze oft dasselbe · Teilweise · Ja)
  4. Wo bewahren Sie Ihre Passwörter auf? (Im Kopf – dafür ähnlich oder gleich · Auf Papier oder in einer Datei · In einem Passwortmanager)
  5. Sind Wiederherstellungs-E-Mail und Telefonnummer Ihrer wichtigsten Konten aktuell? (Weiß ich nicht · Bei einigen · Ja, geprüft)
  6. Kommen Sie in Ihre Konten, wenn das Smartphone verloren geht – etwa mit Wiederherstellungscodes oder einem zweiten Faktor? (Nein · Bei einigen Konten · Ja)
  7. Installieren Smartphone und Computer Updates automatisch? (Nein oder weiß nicht · Nur eines davon · Ja, beide)
  8. Sind Ihre Geräte mit PIN, Fingerabdruck oder Gesicht gesperrt? (Nein · Nicht alle · Ja, alle)

Betrug erkennen

Dieselbe Masche, viele Wege

Ob E-Mail, SMS oder Anruf: Betrüger geben sich als Bank, Shop, Paketdienst oder Behörde aus und wollen Zugangsdaten oder Geld.

  1. E-Mail (Phishing)angebliche Kontoprüfung, echt wirkendes Logo, Link hinter einer Schaltfläche
  2. SMS (Smishing)angebliche Paketzustellung oder offene Zahlung; Schreibfehler können ein Hinweis sein
  3. QR-Code (Quishing)Code in einer Nachricht führt auf eine gefälschte Anmeldeseite
  4. Anruf (Vishing)angebliche Polizei, Bank oder IT-Support erzeugt eine Notlage
  5. Fake-Shopauffällige Adresse, nur Vorkasse, zu niedrige Preise, kein Impressum
Nach BSI („Passwortdiebstahl durch Phishing“) und Verbraucherzentrale (Fakeshop-Finder).

Echt oder Masche?

Eine Nachricht in vier Fragen prüfen

Eine SMS, eine E-Mail, ein Anruf – und Sie sind unsicher? Beantworten Sie vier Fragen. Die Einschätzung folgt wenigen, offen gelegten Regeln; es gilt die strengste. Wichtig: Absender, Logos und sogar angezeigte Rufnummern lassen sich fälschen.

Erwartet

Haben Sie mit dieser Nachricht gerechnet – etwa nach einer Bestellung?

Absender

Wer schreibt oder ruft an?

Zeitdruck

Gibt es eine Frist, eine Drohung oder eine Notlage?

Forderung

Was sollen Sie tun?

Einschätzung

Typische Merkmale einer Masche

Nicht antworten, nichts anklicken, nichts bezahlen. Prüfen Sie den Fall über einen eigenen Weg und melden Sie die Nachricht.

  • Fristen, Drohungen wie eine Kontosperrung und angebliche Notlagen sollen Sie zu schnellem Handeln bringen. BSI und Verbraucherzentrale nennen das als typisches Warnzeichen.
  • Seriöse Anbieter schicken selten Anmeldelinks. Rufen Sie die Seite oder App selbst auf, statt dem Link zu folgen; QR-Codes in unerwarteten Nachrichten nicht scannen.

Außerdem zutreffend:

  • Erst selbst prüfen: Absenderadressen und angezeigte Nummern lassen sich fälschen. Bei unbekannten Absendern lieber selbst nachfragen.
  • Erst selbst prüfen: Nachrichten, mit denen Sie nicht gerechnet haben – Rechnungen, Mahnungen, Vertragsänderungen –, verdienen einen zweiten Blick.
  • Erst selbst prüfen: Auch bei erwarteten Nachrichten gilt: Anmelden am besten über die Seite oder App, die Sie selbst aufrufen.

Vereinfachte Einschätzung nach Hinweisen von BSI, Verbraucherzentrale und Polizei – kein Urteil über eine bestimmte Nachricht. Betrüger ändern ihre Maschen; im Zweifel immer über einen eigenen Weg nachfragen. Ihre Antworten bleiben in Ihrem Browser.

Modellregeln als Text

Alle Regeln werden geprüft; es gilt die strengste zutreffende Folge (Keine typischen Warnzeichen → Erst selbst prüfen → Typische Merkmale einer Masche → Nicht reagieren).

  • Nicht reagieren, wenn Forderung: Passwort, PIN, TAN oder einen Code nennen – Banken fragen PIN oder TAN niemals per E-Mail oder Telefon ab – das schreiben Verbraucherzentrale und Polizei übereinstimmend. Codes, die Ihnen per SMS oder App geschickt werden, sind nur für Sie bestimmt.
  • Nicht reagieren, wenn Absender: Angeblich bekannt, aber mit neuer Nummer und Forderung: Geld überweisen oder Gutscheine kaufen – Angebliches Familienmitglied mit neuer Nummer und Geldnot: die bekannte „Hallo Mama“-Masche. Die Verbraucherzentrale rät, nicht zu zahlen und über die alte, bekannte Nummer nachzufragen.
  • Typische Merkmale einer Masche, wenn Absender: Angeblich bekannt, aber mit neuer Nummer – Eine angeblich neue Nummer einer bekannten Person ist ein typischer Einstieg. Speichern Sie sie erst, wenn Sie über die alte Nummer nachgefragt haben.
  • Typische Merkmale einer Masche, wenn Zeitdruck: Ja – Frist, Drohung oder Notlage – Fristen, Drohungen wie eine Kontosperrung und angebliche Notlagen sollen Sie zu schnellem Handeln bringen. BSI und Verbraucherzentrale nennen das als typisches Warnzeichen.
  • Typische Merkmale einer Masche, wenn Erwartet: Nein, sie kam überraschend und Forderung: Link öffnen, QR-Code scannen oder anmelden – Seriöse Anbieter schicken selten Anmeldelinks. Rufen Sie die Seite oder App selbst auf, statt dem Link zu folgen; QR-Codes in unerwarteten Nachrichten nicht scannen.
  • Typische Merkmale einer Masche, wenn Erwartet: Nein, sie kam überraschend und Forderung: Geld überweisen oder Gutscheine kaufen – Eine überraschende Zahlungsaufforderung – etwa für etwas, das Sie nicht bestellt haben – ist ein Warnzeichen. Erst prüfen, dann zahlen.
  • Erst selbst prüfen, wenn Absender: Unbekannt oder unklar – Absenderadressen und angezeigte Nummern lassen sich fälschen. Bei unbekannten Absendern lieber selbst nachfragen.
  • Erst selbst prüfen, wenn Erwartet: Nein, sie kam überraschend – Nachrichten, mit denen Sie nicht gerechnet haben – Rechnungen, Mahnungen, Vertragsänderungen –, verdienen einen zweiten Blick.
  • Erst selbst prüfen, wenn Forderung: Link öffnen, QR-Code scannen oder anmelden – Auch bei erwarteten Nachrichten gilt: Anmelden am besten über die Seite oder App, die Sie selbst aufrufen.
  • Erst selbst prüfen, wenn Forderung: Geld überweisen oder Gutscheine kaufen – Vergleichen Sie Betrag und Kontoverbindung mit Ihrer Rechnung. Eine geänderte Bankverbindung lassen Sie sich über die bekannte Nummer bestätigen.

Vereinfachte Einschätzung nach Hinweisen von BSI, Verbraucherzentrale und Polizei – kein Urteil über eine bestimmte Nachricht. Betrüger ändern ihre Maschen; im Zweifel immer über einen eigenen Weg nachfragen. Ihre Antworten bleiben in Ihrem Browser.

Bei Verdacht

Was Sie tun können

  1. Nicht reagieren

    Keinen Link anklicken, keinen QR-Code scannen, keine Daten am Telefon nennen.

  2. Selbst prüfen

    Den angeblichen Absender über einen Weg kontaktieren, den Sie selbst kennen – etwa die Nummer auf Ihrer Bankkarte.

  3. Shop prüfen

    Vor einer Bestellung in einem unbekannten Shop hilft der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale.

  4. Melden

    Phishing-SMS bei der Bundesnetzagentur, Betrug bei der Onlinewache der Polizei. Bei Fragen hilft das BSI-Service-Center: 0800 274 1000.

Es ist passiert

Reingefallen? Was jetzt zu tun ist

Das kann jedem passieren. Wählen Sie, was passiert ist – Sie sehen die Schritte in sinnvoller Reihenfolge. Grundlage sind die Hinweise der Verbraucherzentrale und des BSI.

Sie haben auf einen Link getippt, die Seite kam Ihnen komisch vor, und Sie haben sie geschlossen.

  1. Nichts mehr eingeben, Kontakt beendenSofortSeite schließen, nichts eingeben.
  2. Gerät prüfen und aktualisierenAbsichernUpdates für Gerät und Browser installieren, Virenschutz aktualisieren und prüfen lassen.
  3. Nachricht meldenMeldenVerdächtige E-Mails können Sie an die Verbraucherzentrale weiterleiten (Phishing-Radar).

Gerät und Browser sind aktuell und geprüft. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich Hilfe von jemandem, der sich auskennt.

Alle Szenarien als Text

Link angeklickt, aber nichts eingegeben – Sie haben auf einen Link getippt, die Seite kam Ihnen komisch vor, und Sie haben sie geschlossen.

  1. Nichts mehr eingeben, Kontakt beenden: Seite schließen, nichts eingeben.
  2. Gerät prüfen und aktualisieren: Updates für Gerät und Browser installieren, Virenschutz aktualisieren und prüfen lassen.
  3. Nachricht melden: Verdächtige E-Mails können Sie an die Verbraucherzentrale weiterleiten (Phishing-Radar).

Gerät und Browser sind aktuell und geprüft. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich Hilfe von jemandem, der sich auskennt.

Passwort auf einer falschen Seite eingegeben – Sie haben sich auf einer Seite angemeldet, die echt aussah – und erst danach gemerkt, dass sie gefälscht war.

  1. Nichts mehr eingeben, Kontakt beenden
  2. Passwort über die echte Seite ändern – auch überall, wo es gleich war: Sofort – über die App oder die Adresse, die Sie selbst eintippen. Auch bei allen Konten mit demselben Passwort.
  3. Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten
  4. Anbieter über dessen Hilfeseite kontaktieren: Wenn Sie nicht mehr hineinkommen: Wiederherstellung über die Hilfeseite des Anbieters.
  5. Kontakte warnen: Falls Nachrichten in Ihrem Namen verschickt wurden.
  6. Nachricht melden

Das Konto ist wieder unter Ihrer Kontrolle; andere Konten mit demselben Passwort sind abgesichert.

Bankdaten, PIN oder TAN herausgegeben – Am Telefon oder auf einer Seite haben Sie Kontodaten, eine PIN oder einen TAN-Code genannt.

  1. Bank oder Zahlungsdienst sofort anrufen: Sofort – über die Nummer auf Ihrer Karte oder der echten Website.
  2. Karten und Online-Banking sperren lassen: 116 116: Der Sperr-Notruf 116 116 ist rund um die Uhr erreichbar; aus dem Ausland +49 116 116. Kontonummer oder IBAN bereithalten.
  3. Passwort über die echte Seite ändern – auch überall, wo es gleich war: Zugangsdaten fürs Online-Banking neu vergeben.
  4. Kontoauszüge in den nächsten Wochen genau ansehen
  5. Anzeige bei der Polizei – auch online

Karten und Zugang sind gesperrt, die Bank ist informiert, und eine Anzeige liegt vor.

Einen Anhang geöffnet – Sie haben eine Datei aus einer verdächtigen E-Mail geöffnet.

  1. Gerät prüfen und aktualisieren: Das Gerät nicht weiter für Banking oder Einkäufe nutzen, bis es geprüft ist. Im Zweifel Fachleute fragen – manchmal hilft nur eine Neuinstallation.
  2. Passwort über die echte Seite ändern – auch überall, wo es gleich war: Wichtige Passwörter von einem anderen, sauberen Gerät aus ändern.
  3. Nachricht melden: Die E-Mail als Beweis aufheben, falls das Gerät befallen war.

Das Gerät ist geprüft, wichtige Passwörter sind von einem sauberen Gerät aus geändert.

Geld an ein angebliches Familienmitglied geschickt – „Hallo Mama, ich habe eine neue Nummer …“ – und dann eine Notlage. Sie haben überwiesen.

  1. Bank oder Zahlungsdienst sofort anrufen: Sofort anrufen und schildern, was passiert ist.
  2. Über die alte, bekannte Nummer nachfragen: Das Familienmitglied über die alte, bekannte Nummer erreichen.
  3. Anzeige bei der Polizei – auch online: Nachrichten nicht löschen – sie sind Beweise.
  4. Nachricht melden: Die Nummer bei der Bundesnetzagentur melden und blockieren.

Die Bank ist informiert, die Anzeige gestellt, die Nummer gemeldet und blockiert.

E-Mail- oder Social-Media-Konto übernommen – Ihr Passwort funktioniert nicht mehr, oder Freunde erhalten seltsame Nachrichten von Ihnen.

  1. Passwort über die echte Seite ändern – auch überall, wo es gleich war: Wenn Sie noch hineinkommen: sofort ändern.
  2. Anbieter über dessen Hilfeseite kontaktieren: Sonst: Wiederherstellung über die Hilfeseite des Anbieters.
  3. Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten
  4. Kontakte warnen
  5. Anzeige bei der Polizei – auch online: Wenn in Ihrem Namen Geld gefordert oder Schaden angerichtet wurde.

Sie sind wieder im Konto, ein zweiter Faktor schützt es, und Ihre Kontakte sind gewarnt.

Datenschutz privat

Weniger preisgeben, ohne auf etwas zu verzichten

Alltagshinweise zu den Einstellungen Ihrer Geräte und Dienste – keine Rechtsberatung.

  1. App-Berechtigungen

    In den Einstellungen von Smartphone und Tablet sehen Sie, welche App auf Standort, Kamera, Mikrofon oder Kontakte zugreift. Was eine App nicht braucht, schalten Sie ab.

  2. Browser und Tracking

    Browser bieten Einstellungen gegen seitenübergreifendes Tracking und zum Löschen von Cookies. Ein regelmäßiger Blick in diese Einstellungen lohnt sich.

  3. Soziale Netzwerke

    Prüfen Sie, wer Ihr Profil, Ihre Beiträge und Fotos sehen kann – und wer Sie finden darf.

  4. Online-Banking und Bezahlen

    Zwei-Faktor-Anmeldung nutzen und Bestätigungen nur in der App oder auf der Seite freigeben, die Sie selbst aufgerufen haben.

KI im Alltag

KI-Chatbots: hilfreich, aber nicht vertrauenswürdig per se

ChatGPT, Copilot und ähnliche Werkzeuge formulieren überzeugend – auch dann, wenn eine Antwort falsch oder erfunden ist. Und was Sie eingeben, verlässt Ihr Gerät.

  • Keine Passwörter, Kontodaten, Ausweis- oder Gesundheitsdaten eingeben
  • Keine persönlichen Daten anderer Menschen, etwa aus Familien-Chats
  • Wichtige Aussagen in einer zweiten, verlässlichen Quelle prüfen
  • Bei Bildern, Videos und Sprachnachrichten an Fälschungen denken
  • In den Konto-Einstellungen nachsehen, ob Eingaben gespeichert oder für Training genutzt werden

Mit Kindern lohnt es sich, gemeinsame Regeln zu vereinbaren: wofür KI bei Hausaufgaben hilft – und wofür nicht.

Familie & Senioren

Sicherheit ist Familiensache

  1. Kinder und Jugendliche

    Geräte mit den Familien- und Jugendschutzfunktionen des Betriebssystems einrichten, Bildschirmzeit gemeinsam besprechen, über Chats und geteilte Fotos reden.

  2. Ältere Angehörige

    Typische Betrugsmaschen besprechen, besonders Anrufe mit angeblicher Notlage. Mit der Bank lässt sich ein Codewort vereinbaren.

  3. Gemeinsame Regeln

    Passwörter nicht weitergeben, Fotos nur bewusst teilen, Notfallkontakte aktuell halten.

Notfall

Vorsorgen, bevor ein Konto weg ist

Ein verlorenes Smartphone oder ein übernommenes E-Mail-Konto ist ärgerlich – ohne Wiederherstellungsweg kann es Sie dauerhaft aussperren. Das BSI empfiehlt, möglichst mehrere zweite Faktoren zu hinterlegen und Passkeys über ein Backup oder die Synchronisation abzusichern. Was bei einem verlorenen oder gestohlenen Gerät sofort zu tun ist, steht unter Smartphone verloren.

  • Wiederherstellungs-E-Mail und -Telefonnummer prüfen
  • Wiederherstellungscodes ausdrucken und sicher aufbewahren
  • Festlegen, wer in der Familie im Notfall Zugriff braucht
  • Anzeichen einer Übernahme ernst nehmen: unbekannte Anmeldungen, geänderte Passwörter, Nachrichten, die Sie nicht geschrieben haben

Häufige Fragen

Ist ein Passwortmanager nicht riskant, weil alles an einer Stelle liegt?

Das BSI empfiehlt Passwortmanager, weil sie viele verschiedene, starke Passwörter möglich machen – der Nutzen überwiegt laut BSI deutlich. Entscheidend sind ein starkes Hauptpasswort, ein eingerichteter Wiederherstellungsweg und – wenn möglich – ein zweiter Faktor. Mehr dazu oben.

Ersetzen Passkeys die Zwei-Faktor-Anmeldung?

Ein Passkey ersetzt das Passwort und bringt die Bestätigung gleich mit: Bei der Anmeldung entsperren Sie Ihr Gerät mit Fingerabdruck, Gesicht oder PIN – das BSI nennt das einen weiteren Sicherheitsfaktor. Der geheime Schlüssel liegt auf Ihrem Gerät oder wird über Ihr Konto synchronisiert. Wichtig ist, Passkeys über ein Backup oder die Synchronisation abzusichern.

Ich habe auf einen Phishing-Link geklickt. Was jetzt?

Wenn Sie Daten eingegeben haben: Passwort des betroffenen Kontos sofort über die echte Seite ändern, bei Bankdaten umgehend die Bank informieren und die Zwei-Faktor-Anmeldung einschalten.

Empfehlen Sie bestimmte Programme?

Nein. Diese Seite nennt bewusst keine Produkte. Achten Sie auf Anbieter mit nachvollziehbarem Impressum und regelmäßigen Updates. Worauf es beim Schutz des eigenen Computers ankommt, erklärt Computer zu Hause schützen.

Woran erkenne ich, ob ein Anruf wirklich von meiner Bank kommt?

Am Telefon können Sie es nicht sicher erkennen – angezeigte Nummern lassen sich fälschen. Sicher ist: Banken fragen PIN oder TAN niemals per Telefon oder E-Mail ab (Polizei, Verbraucherzentrale). Legen Sie auf und rufen Sie selbst an – über die Nummer auf Ihrer Bankkarte.

Was ist der Sperr-Notruf 116 116?

Unter 116 116 lassen sich Bankkarten, Kreditkarten, der Zugang zum Online-Banking und weitere Karten sperren – rund um die Uhr, auch an Feiertagen. Aus dem deutschen Festnetz ist der Anruf kostenlos, aus dem Mobilfunknetz können Gebühren anfallen; aus dem Ausland: +49 116 116 (sperr-notruf.de).

Fragen zur Sicherheit im Alltag?

Schildern Sie uns Ihr Anliegen. Telefon 07131-618726-0.

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